Aigner hüpft zu kurz
(30.03.2012) Nach jahrelangen Ankündigungen hat Bundesministerin Aigner nun endlich eine Verordnung zur Haltung…
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Vom 12. August bis zum 26. September tourte Renate Künast als Spitzenkandidatin von Bündnis90/ Die Grünen durch die Republik.
Sie war insgesamt 42 Tage im Einsatz, hat Reden gehalten, Interviews gegeben und sich in Fernsehsendungen der Debatte gestellt. Ohne die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wäre diese Tour nicht möglich gewesen - an dieser Stelle nochmal vielen Dank für Euren Einsatz.
Impressionen von der Tour findet Ihr hier:
27.08.09: "Bei Andreae: Kinder und Karriere - Warum Feminismus das Leben schöner macht."
Am 27. September war Renate zu Gast bei Kerstin Andreae in Freiburg. Dort diskutierte sie mit Susanne Klingner, Mitautorin des Buchs "Wir Alphamädchen - Warum der Feminismus das Leben schöner macht" und Bloggerin bei maedchenmannschaft.net. Das Gespräch wurde von Kerstin Andreae moderiert, die übrigens auch als Direktkandidatin der Grünen in Freiburg kandidiert.
Nach Auffassung von Alice Schwarzer und anderen sind Alphamädchen "Propagandistinnen eines wellness-Feminismus". Sie nutzten ihre Kritik an etablierten feministischen Positionen dazu, mehr Aufmerksamkeit zu bekommen anstatt selbst etwas zu erkämpfen. Klingner wies das zurück. Sie bescheinigte Renate Künast gleich zu Beginn, ebenfalls ein "Alphamädchen" zu sein. Niemand werde dafür kritisiert, in einer Demokratie aufgewachsen zu sein, und diese nicht "wie unsere Vorfahren" erkämpft zu haben. Sie könne diese schließlich auch heute gegen Angriffe verteidigen. „Alphamädchen“ werde hingegen vorgeworfen, nicht zu den Errungenschaften des Feminismus beigetragen zu haben. Renate Künast stellte klar, dass es für sie keinen neuen oder alten Feminismus gebe, sondern nur einen "Feminismus in einer neuen Zeit". Sie betonte die Notwendigkeit, dass Frauen Netzwerke bilden. Noch immer gebe es in vielen Bereichen eine Benachteiligung von Frauen, vor allem im Berufsleben. Dieses stand auch Fokus der Aufmerksamkeit bei der anschließenden Fragerunde. Das Publikum, in dem übrigens auch durchaus einige Männer versammelt waren, wollte Vieles wissen: Wie sieht die Familie der Zukunft aus? Was kann die Wirtschaft tun, damit mehr Frauen in Führungspositionen gelangen? Wie kann man die Situation von Erzieherinnen und Erziehern verbessern? Das waren nur einige der Fragen und es wurde deutlich, dass politische Entscheidungen auf verschiedenen Ebenen notwendig sind. Es könne aber nicht sein - so Renate Künast - dass sich die Bundeskanzlerin etwa in der Zeitschrift Emma Frauen nur dazu auffordere, sich über ihr Gehalt beim Chef zu beschweren: "Wie sollen die das denn machen? Der sagt doch: ‚Hier ist die Tür.’ Was wir doch brauchen sind politische Instrumente, beispielsweise eine Quote in den Aufsichtsräten. Die Frauen mit dem Problem allein zu lassen - das geht nicht."
Zum Schluss erinnerte Kerstin Andreae daran, dass es nur noch einen Monat dauere bis der Wahltag da sei. Es sei wichtig wählen zu gehen, natürlich die Grünen – und in Freiburg natürlich mit beiden Stimmen!