Aigner hüpft zu kurz
(30.03.2012) Nach jahrelangen Ankündigungen hat Bundesministerin Aigner nun endlich eine Verordnung zur Haltung…
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Vom 12. August bis zum 26. September tourte Renate Künast als Spitzenkandidatin von Bündnis90/ Die Grünen durch die Republik.
Sie war insgesamt 42 Tage im Einsatz, hat Reden gehalten, Interviews gegeben und sich in Fernsehsendungen der Debatte gestellt. Ohne die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wäre diese Tour nicht möglich gewesen - an dieser Stelle nochmal vielen Dank für Euren Einsatz.
Impressionen von der Tour findet Ihr hier:
09.09.09: Nicht nur grün, sondern "sattgrün" war die Pause mit Renate Künast in Düsseldorf. Direktkandidatin Mona Neubaur begrüßte die Gäste im gleichnamigen Biorestaurant. Gekommen waren MultiplikatorInnen aus der Wirtschaft, aus Bereichen wie Erneuerbare Energien, Bio-Landwirtschaft und Ernährung, Architektur und Radverkehr. Die schon bestehende grüne Unternehmervereinigung "Unternehmensgrün" will sich nun auch in Nordrhein-Westfalen gründen.
Renate Künast stellte bei dieser Gelegenheit Wege aus der Wirtschafts- und Finanzkrise dar. Sie stellt zunächst fest, dass Wir über unsere Verhältnisse leben, zu Lasten der Natur und zu Lasten anderer Länder und ihren Menschen. Ihr credo: „Eine andere Wirtschaft ist möglich!“ Dazu berichtete sie von ihren Erfahrungen als Ministerin. Viele seien damals sehr skeptisch gewesen, aber heute zeige sich mehr denn je, dass eine vernünftige Verbraucherschutz- und Wirtschaftspolitik dazu geführt habe, dass neue und dauerhafte Arbeitsplätze entstanden seien. „Heute stellt sich die Frage des Umbaus der Wirtschaft dringender denn je!“ Der Staat müsse „Leitplanken“ setzen. Als Beispiel nannte sie das Glühbirnenverbot oder - auf lokaler Ebene – auch die Diskussion um die Heizpilze. Dann kritisierte sie die Bundesregierung, die weder Willen noch Kraft habe, dieses Land zu gestalten. Die Bundesregierung setze sich - wie bei der Atomenergie - lieber auf den Schoß der Lobbyisten oder setze - mit der Abwrackprämie - darauf, die Überproduktion in der Automobilindustrie noch mit Steuergeldern fortzusetzen. „Die Wahrheit dazu wird am 28. September ans Licht kommen!“ Dann beantwortete Sie Fragen aus dem Publikum und ließ sich von den Alltags-Erfahrungen alternativer UnternehmerInnen berichten. Wie geht es mit dem Biosiegel weiter? Welchen Beitrag kann vegetarische Ernährung dazu beitragen den Klimawandel zu stoppen? Welche Rolle spielt die fair gehandelte Kleidung? Welche Subventionen sind sinnvoll, welche besonders schädlich für den notwendigen Umbau der Wirtschaft?
Mona Neubaur nutzte am Ende noch einmal die Gelegenheit, auf den Wahltermin am 27.9. hinzuweisen. Sie wies darauf hin, dass man in Düsseldorf schon einige der von Renate Künasts genannten Dinge erreicht habe. Als Beispiel nannte sie die Diskussion um die Heizpilze, in die sie sich persönlich eingebracht habe. Und wie zuvor schon Renate Künast forderte sie dazu auf am 27.9. grün zu wählen - und zwar mit beiden Stimmen, denn: "Diesmal haben wir nichts zu verschenken!"