Solidarischer Weg aus der Krise
(03.02.2012) Die Europäische Union ist in der größten Krise seit ihrem Bestehen. Diese Krise kann nur gemeinsam…
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11. April 2010: Renate Künast setzte sich bei der Berliner Protestveranstaltung von Bürgern, Winzern und Weinkritikern gegen den Bau der gigantischen Brücke über die Moselschleife ein und plädierte für den Erhalt der einzigartigen Kulturlandschaft und der einmaligen Weinlagen.
Renate Künast eröffnete eine Berliner Protestveranstaltung von Weinkennern und Weinliebhabern gegen den Bau einer gigantischen Brücke über die Hochmosel. Diese Brücke bedroht eine der schönsten Kulturlandschaften Europas. Die Zubringerstraßen sollen über Bergkämme geführt werden, unterhalb derer sich einige der besten Weinlagen Deutschlands befinden. Der Wasserhaushalt der Hänge würde empfindlich gestört.
Dagegen hat sich eine Bürgerinitiative formiert, die eine enge Allianz mit ortsansässigen Winzern und britischen Weinkritikern eingegangen ist. Die Spitzenwinzer Katharina Prüm und Ernst Loosen wiesen eindringlich auf die Bedeutung der intakten Kulturlandschaft für ihre individuell angebauten Weine hin. Unterstützung bekamen sie durch die Weinkritiker Jancis Robinson, Hugh Johnson und Stuart Pigott, die den Moselriesling in den höchsten Tönen lobten. Auch Joschka Fischer als bekennender Riesling-Liebhaber war anwesend.
Die Grünen in Rheinland-Pfalz setzen sich seit Jahren gegen die Hochmoselbrücke ein. Nicht nur der Wein, auch der Tourismus ist durch die Monsterbrücke stark bedroht. Und von Wein und Tourismus leben Tausende Menschen in der Region. Dazu kommt, dass dieses Projekt seit Jahrzehnten geplant und inzwischen durch den Bau anderer Strecken vollkommen überflüssig geworden ist. Hier wird eine Menge Geld versenkt, das in anderen Projekten besser angelegt wäre.
Renate Künast forderte, die einmaligen Weinlagen vor einer veralteten Verkehrspolitik zu schützen. Das sei kein respektvoller Umgang mit unserer Kulturlandschaft, wir müssen diesen Schatz bewahren. Die B50 dürfe nicht gebaut werden.