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Plädoyer für nachhaltigen Konsum

19.11.09: Renate Künast setzte sich als einzige der politischen Rednerinnen vehement für Investitionen in ökologische Modernisierung und mehr Verbraucherinformation ein.
Sie sprach als grüne Fraktionsvorsitzende beim Abschluss des Jahreskongresses des Deutschen Einzelhandels neben den Ministern Brüderle und Jung sowie Andrea Nahles und Gregor Gysi.

Sie sagte, wenn Steuergelder ausgegeben werden, müsse man sich genau überlegen, wofür. Für den Konsum macht es Sinn, diejenigen zu entlasten, die wenig haben und zusätzliches Geld nicht aufs Sparkonto tragen. Für den Einzelhandel lohnen sich Investitionen in die ökologische Modernisierung bei Kühlung, Heizung und Beleuchtung. Die ausgedehnten Dachflächen können für Solaranlagen genutzt werden. Hierfür gibt es schon Beispiele, aber immer noch genug zu tun.

Das gelte auch für den nachhaltigen Konsum. Die Menschen wollten wissen, was sie kaufen, was drin ist, wie es produziert wurde. Und es solle verständlich sein. Heute gäbe es nur völlig kryptische Angaben und freiwillige Zertifizierungen. Ein guter Anfang wäre die Ampel auf Lebensmitteln. Die könnten alle verstehen, auch ohne Chemiestudium. Die Ampel würde niemanden davon abhalten, ab und zu Pralinen zu essen. Aber sie würden vielleicht mit mehr Genuss und Bewusstsein gegessen. Alle Umfragen zur Ampel zeigen, dass die Leute diese Information wollen. Die Menschen sind bereit für nachhaltigen Konsum – der Einzelhandel sollte ihnen die notwendigen Informationen dazu nicht vorenthalten.