Solidarischer Weg aus der Krise
(03.02.2012) Die Europäische Union ist in der größten Krise seit ihrem Bestehen. Diese Krise kann nur gemeinsam…
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Erzieherinnen und SozialarbeiterInnen sind bundesweit im Streik für bessere Arbeitsbedingungen. In Köln sprach Renate Künast am 15.06.2009 vor 30.000 Streikenden und
unterstützte sie in ihrem Kampf um die Aufwertung ihrer Berufe. Sie fragte: Warum verdienen Lehrer am Gymnasium so viel mehr als Erzieherinnen?
Wir müssen Umdenken, wenn es um den Wert der frühkindlichen Bildung geht. Besonders für Kinder aus benachteiligten Elternhäusern ist der Kindergarten wichtig. Damit sie nicht schon verloren haben, bevor sie überhaupt in die Schule kommen. Bildungschancen in frühen Jahren sind eine der zentralen Gerechtigkeitsfragen in unserer Gesellschaft. Alle Kinder sollen kreativ sein, sich bewegen, sich gut ausdrücken - sich entfalten können. Erzieherinnen und Erzieher leisten diese Förderung jeden Tag, übernehmen viel Verantwortung. Künast forderte Familienministerin von der Leyen auf, einen Krippengipfel zum Thema Qualität in der Kinderbetreuung einzuberufen. Die Anforderungen an die ErzieherInnen im Alltag würden immer höher, die Personaldecke und die Bezahlung blieben gleich. Wenn auf 20 Kinder eine Erzieherin und eine Hilfskraft kommt - wie soll da gut gefördert werden? In vielen Kindertagesstätten stimmt die Ausstattung nicht: zu kleine Räume, keine Küchen, kein Platz für Bewegung. Die Bundesregierung muss die maximale Gruppengröße im Kinder- und Jugendhilfegesetz festschreiben.