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Integrationsveranstaltung

13.10.10 Sarrazin schafft Deutschland ab, Bundespräsident Wulff würdigt den Islam als dazugehörig, Seehofer bürgert ihn wieder aus. Worum geht es in dieser aus dem Ruder gelaufenen Integrationsdebatte? Der Union geht es darum, Ängste zu schüren und ihre rechtskonservative Klientel zu bedienen. Diese Angst spaltet das Land in „Wir“ und „Die“, in Einheimische und Zugewanderte.
 
Das lassen wir nicht zu. Deshalb hat Renate Künast Migrantinnen und Migranten eingeladen, um mit ihnen darüber zu reden, was sie in dieser Debatte bewegt. Insgesamt 50 Vertreterinnen und Vertreter von Migrantenorganisationen, aus den Bereichen Bildung, Wirtschaft, Kultur und Religion haben auf der Veranstaltung im Deutschen Bundestag miteinander diskutiert.
 
Dabei wurde schnell klar: Es geht meist nicht um Integration, sondern um Rassismus. Eine Vertreterin der Deukischen Generation wünschte sich deshalb, dass Deutschland wieder so attraktiv wird, dass junge Akademiker hier bleiben wollen und nicht dahin auswandern, wo es statt Rassismus eine Willkommenskultur gibt.
 

Zu den Gästen zählten der integrationspolitische Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, Memet Kilic, der bildungspolitische Sprecher der grünen Fraktion im Abgeordnetenhaus, Özcan Mutlu, der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, der Gründer von HEROES, Ahmad Mansour, der Initiator der ersten Vätergruppe für türkische Männer („Väteraufbruch“), Kazim Erdogan, Dr. Naika Foroutan von der Humboldt-Universität und viele andere.