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Start > Themen > Gentechnik und Landwirtschaft > Sepp Daxenberger Preis

Laudatio auf Karl Heinz Bablok

Foto: Max Christmann

© Foto: Max Christmann

Renate Künast hält Laudatio anlässlich des Ersten Sepp-Daxenberger-Preises

  

Am 27.10.2011 feierten die bayerischen Grünen 25 Jahre Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag. Im Rahmen dieses Jubiläums in München wurde zum ersten Mal der Sepp-Daxenberger-Preis verliehen. Unter dem Motto "verändern, um zu bewahren" werden Organisationen und Personen ausgezeichnet, die sich für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen einsetzen. Der Preis erinnert an den 2010 verstorbenen Grünen-Politiker, der sich lange Jahre für den Naturschutz, eine bäuerliche Landwirtschaft und den Erhalt der Schöpfung eingesetzt hatte.

  

"Der Honig muss sauber bleiben. Ich will verunreinigten Honig weder selbst essen noch meinen Kunden zumuten."

  

Renate Künast würdigte in ihrer Laudatio den ausdauernden Kampf, den Karl Heinz Bablok gegen den Freistaat Bayern und die Gentech-Firma Monsanto geführt hat, um seine Honigproduktion vor gentechnischer Verunreinigung zu schützen. Das von ihm durch mehrere Instanzen erstrittene "Honig-Urteil" des Europäischen Gerichtshofes legt fest, dass bei Honig und anderen Lebensmitteln die sog. "Nulltoleranz-Grenze" zur Anwendung kommt und verunreinigter Honig nicht verkehrsfähig ist. Das Urteil stärkt die Sicherheit von Verbraucherinnen und Verbrauchern und setzt dem schleichenden Vormarsch der Gentechnik ein Stopp-Schild vor die Nase. Es ist zudem zu erwarten, dass sich von dem Gerichtsurteil Schadensersatzansprüche ableiten werden und dadurch der Anbau gentechnikveränderter Pflanzen weiter zurückgedrängt wird.