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Start > Themen > Frieden und Sicherheit > Verleihung des Friedensnobelpreises 2011

Die besten Glückwünsche an Leymah Roberta Gbowee, Ellen Johnson-Sirleaf und Tawakkul Karman

07.10.11 Zur Bekanntgabe der Verleihung des Friedensnobelpreises 2011 erklären die Fraktionsvorsitzenden Renate Künast und Jürgen Trittin:

Wir gratulieren Leymah Roberta Gbowee, Ellen Johnson-Sirleaf und Tawakkul Karman und freuen uns sehr darüber, dass sie den Friedensnobelpreis erhalten.

Der diesjährige Preis geht an drei Frauen, die sich in besonderem Maße für einen gesellschaftlichen Wandel in Afrika und einer Region im Umbruch einsetzen. Sie haben gezeigt, dass es Hoffnung für den krisengebeutelten Kontinent und die arabische Welt gibt. Die Vorkämpferinnen für Frauenrechte und Demokratie verkörpern den erfolgreichen Einsatz gegen Unterdrückung, Krieg und Elend.

Leymah Roberta Gbowee ist Vorreiterin für die Rolle von Frauen bei Konfliktlösungen in Afrika. Sie stellte sich öffentlich gegen die Gewalt und die Unterdrückung durch den Diktator Charles Taylor in Liberia. Ellen Johnson-Sirleaf ist die erste gewählte Präsidentin eines afrikanischen Staates. Sie verkörpert den gelungenen Übergang von einer durch Gewalt traumatisierten, bürgerkriegsgebeutelten Gesellschaft zu einem Land im Aufbruch. Dass neben den beiden Frauen aus Liberia auch Jeminitin Karman aus Jemen den Preis bekommt, ist ein positives Signal für die Frauen in der ganzen Welt. Sie hat sich unter schwierigsten Umständen in den Wirren des arabischen Frühlings für freie Meinungsäußerung, Demokratie und Frauenrechte eingesetzt.

Das Nobel-Komitee würdigt insbesondere die Leistung der drei Preisträgerinnen für ihr Engagement zum Schutz von Frauen in Konflikten und für ihren Kampf gegen die Unterdrückung von Frauen. Dabei nahmen sie auch Bezug auf die UN-Resolution 1325, die der UN-Sicherheitsrat im Jahr 2000 verabschiedete. Darin wird betont, dass die Rechte von Frauen in Konflikten geschützt werden müssen und Frauen an der Lösung von Konflikten gleichberechtigt teilhaben müssen.

Wir sehen darin einen großen Erfolg gegen die Unterdrückung von Frauen und für das weltweite Engagement für Geschlechtergleichberechtigung.