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Renate Künast unterzeichnet Nürnberger Resolution

21.04.2010: Renate Künast fordert gemeinsam mit den VertreterInnen der Nürnberger Resolution und Thomas Sattelberger, Personalvorstand der Deutschen Telekom eine Quote für Aufsichtsräte und ein Gleichstellungsgesetz.

 
Die "Nürnberger Resolution zur Erhöhung des Frauenanteil in Aufsichtsräten und Führungspositionen" fordert von der Bundesregierung, bis 2013 eine Mindestquote von 40 Prozent für Frauen und Männer in Aufsichtsräten gesetzlich festzulegen. Daneben werden die gesetzliche Verankerung von Qualifikationsstandards für Aufsichtsratsmitglieder und der Aufbau einer zentralen Datenbank für Interessentinnen gefordert. Ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft soll Frauen schneller in Führungspositionen bringen und die Entgeltdiskriminierung abbauen. Die Resolution, 2008 in Nürnberg von vielen Fach- und Führungskräfte verabschiedet, wird inzwischen in verschiedenen Städten und Regionen Deutschlands unterstützt.

 
Bündnis 90/DIE GRÜNEN haben die Forderung nach einer Quote für Aufsichtsräte erstmals im Mai 2007 in den Bundestag eingebracht. Dort wurde sie ebenso wie 2008 und gerade wieder im März 2010 von den jeweiligen Koalitionen abgelehnt. Die Bündnisgrünen haben die Nürnberger Resolution von Anfang an unterstützt. Daher trafen sich am Mittwoch, den 21. April 2010 die Fraktionsvorsitzende Renate Künast, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ekin Deligöz, die frauenpolitische Sprecherin Monika Lazar und die wirtschaftspolitische Sprecherin Kerstin Andreae mit der Initiatorin Dr. Martine Herpers und UnterstützerInnen aus fünf Regionen in Deutschland. Ebenfalls dabei: Thomas Sattelberger, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Deutschen Telekom, die gerade mit einer verpflichtenden 30-Prozentquote für Führungspositionen bis 2015 Furore machte. Alle unterschrieben die Resolution, weil sie die Ziele für gerecht und nicht zuletzt wirtschaftlich geboten halten, und, wie Thomas Sattelberger formulierte, die "homosoziale Reproduktion" bei den Führungskräften aufgebrochen werden muss.

 
"2011, wenn wir 100 Jahre Internationaler Frauentag feiern, wollen wir nicht nur Worte sondern auch Taten sehen" erklärte Renate Künast. Und Vorbilder gibt es inzwischen. Norwegens Wirtschaft ist nach der Einführung der Frauenquote in Aufsichtsräten nicht zusammengebrochen. Stattdessen zeigen Studien, dass gemischte Teams besser arbeiten. Nur die deutsche Frauenministerin arbeitet seit Monaten an nebulösen Stufenplänen zur Erhöhung des Frauenanteils. Hier wird wertvolle Zeit vergeudet.