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Künast diskutiert über Frauen in Führungspositionen

12.10.2010  Renate Künast hat bei der Podiumsdiskussion „Neue Strategien und Handlungsansätze zur nachhaltigen Erhöhung des Anteils von Frauen in den deutschen Aufsichtsräten“ den Grünen Gesetzesentwurf  zur geschlechtergerechten Quotierung von Aufsichtsräten vorgestellt. Mit auf dem Podium waren Prof. Dr. Reinhard Pöllath: Vorsitzender des Aufsichtsrats, Beiersdorf AG sowie Thomas Sattelberger: Vorstandsmitglied Deutsche Telekom AG, Personal und Arbeitsdirektor. Moderiert wurde die Diskussion durch Monika Schulz-Strelow, Vorsitzende der Initiative Frauen in die Aufsichtsräte e.V., die den Abend veranstaltet haben.

In ihrem Beitrag stellte Renate Künast den Gesetzesentwurf zur geschlechtergerechten Quotierung von Aufsichtsräten vor und verwies darauf, dass damit der Anfang eines Aufburchs in der Frauenpolitik gemacht sei. Die breite gesellschaftliche Unterstützung, insebsondere durch zahlreiche Initiativen wie FidAR, dem deutschen Juristinnenbund e.V. oder der Initiative Nürnberger Resolution zeigen, dass eine gesetzliche Regelung von immer mehr gesellschaftlichen Akteuren gefordert wird.

Künast betonte, dass auch die Vorstände quotiert werden müssten. Denn in den Vorständen der deutschen Dax-Konzerne gab es bis vor wenigen Monaten nur eine einzige Frau. In diesem Jahr kamen drei weitere dazu. Ingesamt gibt es knapp 200 Vorstandsposten in den 30 Dax-Unternehmen.

Ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft solle als nächster Schritt für tatsächliche Gleichstellung von Frauen in der Privatwirtschaft auf den Weg gebracht werden.


Ebenso notwendig für Chancengleichheit von Männern und Frauen sei ein Mindestlohn. Denn dieser würde den vielen Frauen im Niedriglohnsektor zu Gute kommen.