Mitgefühl und Verantwortung
(26.07.2010) "Wir trauern mit den Angehörigen und Freunden der Opfer. Den Verletzten wünschen wir baldige…
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Es ist ein ungeheurer Erfolg für uns Grüne und die Berliner Umweltbewegung, dass der Vattenfall-Konzern und der Senat sich am 12. März von den Plänen für ein neues Kohlekraftwerk in Berlin verabschiedet haben.
Was der rot-rote Senat in über sieben Jahren nicht geschafft hat – wenn er es denn jemals wollte – haben Umweltverbände, Bürgerinitiativen, die Opposition im Abgeordnetenhaus von den Grünen bis zur CDU, die Handwerkskammer und viele andere erreicht: Die klimaschädlichen Pläne sind vom Tisch. Der Moorburg-Widerstand in Hamburg und die teuren Auflagen der grünen Hamburger Umweltsenatorin haben dazu beigetragen, dass Vattenfall seine Kohlepläne in Berlin so schnell fallen ließ.
Das in Berlin-Lichtenberg von Vattenfall geplante Steinkohlekraftwerk Klingenberg hätte allein über 20 Prozent des derzeitigen CO2-Ausstoßes Berlins verursacht und die CO2-Einsparungen von zehn Klimabündnissen zunichte gemacht. In Folge entschlossenen Protestes war der Energiekonzern gezwungen, am 12.03.2009 diese Pläne ad acta zu legen. Nunmehr wird der Bau von Gas- (450 MW thermisch) und Biomasse-Kraftwerken (150 MW thermisch) geplant.
Das neue Energiekonzept von Vattenfall ist ein großer Schritt in die richtige Richtung, wir sind aber skeptisch, ob der Schritt groß genug ist. Wir wollen eine Energieversorgung für Berlin, die auf Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Erdgas-Kraft-Wärme-Kopplung als Übergangstechnologie setzt. Das bietet große wirtschaftspolitische Chancen für Berlin. Das Berliner Energiekonzept muss mit einer aktiven Ansiedlungs- und Industriepolitik eng verknüpft werden, damit in Berlin neue Arbeitsplätze in den Zukunftsbranchen entstehen.