Solidarischer Weg aus der Krise
(03.02.2012) Die Europäische Union ist in der größten Krise seit ihrem Bestehen. Diese Krise kann nur gemeinsam…
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19.06.2010: Gemeinsam mit vielen tausenden Menschen hat Renate Künast auch in diesem Jahr am Berliner CSD teilgenommen und gegen Homophobie und Diskriminierung von Schwulen, Lesben, Intersexuellen und Trans* zu demonstrieren. Unter dem diesjährigen CSD-Motto „Normal ist anders“ eröffnete sie gemeinsam mit dem regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit den Christopher Street Day auf dem Kurfürstendamm. Auf der Strecke der Parade besuchte sie den Wagen der Berliner Aidshilfe e.V. und natürlich den Wagen von Bündnis 90/Die Grünen. Das Motto der Berliner Grünen für den diesjährigen CSD lautete: „Geschlechtliche Vielfalt anerkennen! Menschenrechtsverletzungen an Intersexuellen und Trans* stoppen. Intersexuelle Menschen und Transgender bzw. Transsexuelle (kurz: Trans*) stehen in diesem Kampf noch ganz am Anfang. Das Bundesverfassungsgericht hat beispielsweise Teile des Transsexuellengesetzes mehrfach für verfassungswidrig erklärt. Dennoch findet sich im Bundestag bislang keine Mehrheit, um eine menschenwürdige Reform, wie sie von den Grünen massiv angemahnt wird, anzupacken. Die Diskriminierung von intersexuellen Menschen wiederum wird in der Politik jenseits unserer Partei noch überhaupt nicht wahrgenommen.
Es muss noch viel geschehen, damit die sexuelle Orientierung der Menschen überhaupt keine Rolle mehr spielt, so Renate Künast. Solange Menschen Gewalt erfahren nur für die Tatsache, dass sie anders lieben als die Mehrheit, hat die jährliche Demonstration ihre Berechtigung. Die jüngsten Vorfälle homophoner Gewalt in Berlin sind ein trauriger Beleg dafür. Auf der Abschlusskundgebung sollte Judith Butler der Preis für Zivilcourage verliehen werden. Leider hat sie den Preis nicht angenommen.